Smartmeter für Brunnenwasser

Moin, wir haben gerade ein Problem mit dem Zähler unserer Brunnenwasserpumpe.

Aktuell funktioniert an der Brunnenmesstelle die elektronische Erfassung der täglichen Entnahmezeiten nicht. Grund ist ein defekter Reed-Impulsgeber am Wasserzähler.

Wenn wir den Zähler austauschen müssen, würden wir gerne durch eine Smart-Meter-Lösung, die die Fördermengen über die Zeit mitschreibt, ersetzen.

Das Problem mit der Smart-Meter-Lösung ist, dass es wohl auf dem Markt keine Smart-Meter-Lösung gibt, die die Fördermengen über die Zeit mitschreibt. Es gibt lediglich Lösungen mit genau solchen Impulsgebern und Zählmodulen, die die Impulse zählen, wobei die Zählmodule die Impulse nur zählen und nicht zeitlich erfassen. Man bräuchte also auch noch eine Software, die die Zählmodule kontinuierlich auslesen und die Zählerstände aufzeichnen.

Gibt es da Erfahrungen bei euch? Ich würde mich über Feedbach freuen.

Ich gehe davon aus, dass die Datenmenge ein einfaches IoT-Gerät langfristig überfordern würde, zumal man Zeitreihen ja nach gewisser Zeit gerne aggregiert.

Laut meines Wissens: Der (FOSS-) Klassiker für Zeitreihendatenbanken ist InfluxDB, für Visualisierungen Grafana, und dann braucht es noch etwas SW mit Schnittstelle zum Auslesen der HW, das könnte eine SmartHome-Lösung wie bspw. ioBroker, FEM, Home Assistant oder openHAB sein. Oder auch Node-RED als grafisches Entwicklungswerkzeug. OpenEMS wäre eher was spezifischeres zum Thema Energie mit Fokus Strom, und vermutlich komplexer.

Praktische Erfahrung hat @Lennart auf jeden Fall mehr als ich. :slight_smile:

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Ja, hier IOBroker, InfluxDB und Grafana. Die Alternative: ein Hardware-Datenlogger. In unserem Trinkwasserbrunnen ist dafür ein Endress+Hauser Ecograph eingebaut. Erwähne das nur der Vollständigkeit halber, weil viel teurer und unflexibler. Aber wer nicht diverse Server/Container betreiben möchte, bekommt damit ein Gerät für einen Job - sehr zuverlässig.

Plus SPS für Steuerung, oder?

(also 2 Geräte für einen Job)
Mit der Abhängigkeit zu einem Dienstleister – und wenn der keine Lust mehr hat, dann steht man doof da (wenn ich es richtig verstanden habe), wohingegen IOBroker oder andere kein Vendor-Lock-in mit sich bringen.
Das Argument der Einfachheit teile ich.

Die Abhängigkeit in unserem Fall besteht in der Black Box SPS, nicht im Datenlogger. Den von Jan Ole angefragten Zähler könnte man vermutlich direkt an den Datenlogger anschließen. Aber ja, nicht meine empfohlene Lösung.
Technische Alternative könnte man noch ins Spiel bringen, wenn es nur um diese eine Logging-Aufgabe geht - auch deren Controller können Daten auf eine SD-Karte mitloggen.

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Ohne es wieder schlechtreden zu wollen, @Gunter ist wohl schon an die Limitierung der Lösung gestoßen:

Stimmt, habe ich in IOBroker ähnlich. Ich logge maximal minütlich, weil ich global festgelegt habe, dass die Daten zwei Jahre aufbewahrt werden.
Falls ich mal schneller regeln muss, habe ich mir überlegt, eine zweite InfluxDB anzulegen, die dann z.B. bloß eine Aufbewahrungszeit von wenigen Stunden/Tagen hat, in der dann die sekundengenauen Werte abgelegt werden.