Erfahrungen zum Thema Schenkraum

Bei uns soll ein neuer Schenkraum entstehen und ich würde gerne von euren Erfahrungen profitieren.

Meine Fragen dazu sind:

  • Ist der Raum jederzeit zugänglich oder ist der Raum abgeschlossen und es gibt feste Öffnungszeiten?
  • Gibt es bestimmte Zeiten in denen die “Geschenke” abgegeben werden können, oder kann jeder jederzeit dort seine/ihre Sachen hinbringen?
  • Gibt es Zuständige, die Dinge entgegennehmen, aussortieren auch mal was zurückweisen, was nicht paßt?
  • Ist der Raum auch für Gäste zugänglich (besonders interessant bei Gemeinschaften mit Seminarbetrieb)?
  • Wie groß ist euer Raum?

Herzlichen Dank schon mal im Vorraus, Almut

Wir im Lebensbogen bauen in der Winterpause des Cafes Helfensteine einen “Vertrauenströdel” auf.

Der ist zu den Zeiten des Vertrauenskiosk offen: 11 Uhr - Sonnenuntergang.

Per Telefon soll mensch eine Übergabe vereinbaren.

Ja, auch für Seminargäste zugänglich.

Ziemlich groß - ca 180 qm - das Cafe halt.

Etwas wahrscheinlich Anderes, aber ganzjährig, haben wir unser sog. “Klamöttchen” - eine Kleidungskammer, nicht öffentlich, aber TGH-Gästen zur Verfügung, jederzeit bei Bedarf.

Lg

Jochen

Am Tempelhof gibt es primär die beiden Schenkräume:

  • Schatzkammer (SK)
  • Gewandboutique (GB)

Darüber hinaus gibt es noch

  • ein (gemeinschafts-)öffentliches DVD-Regal,
  • einen (gemeinschafts-)öffentlichen Kleiderständer vor der Gewandboutique

Alle Einrichtungen sind im selben Gebäude.

SK und GB sind abgeschlossen, DVD-Regal und Kleiderständer im Hausflur frei zugänglich. Schlüssel für GB liegt an einem bekannten Ort, da sich hier auch das Nähparadies – eine gemeinsam genutzte Nähstube – befindet. Wenn man guten Kontakt zu den Schatzkämmer:innen hat, kann man sich auch den SK-Schlüssel mal ausleihen.
Für SK und GW gibt es sich überlappende feste wöchentliche Öffnungszeiten am Freitagnachmittag (wo auch der Hofladen auf hat).[1]

Annahme für SK & GB ist i.d.R. zu den o.g. Öffnungszeiten. Falls nur Ersatzbesetzung vor Ort ist, ist ggf. keine Annahme möglich. Manchmal wird auf eine Begrenzung der Anzahl der anzunehmenden Gegenständen hingewiesen, und darum gebeten Sondertermine für größere Mengen zu vereinbaren.
Bei DVD-Regal und Kleiderstände obliegt dies der Selbstverantwortung.

Ja für GB & SK.
Bei DVD-Regal und Kleiderständer passiert das aussortieren intervallmäßig.

Ja, es wird je nach Seminar explizit darauf hingewiesen.

SK sind 3 hintereinander liegende Räume. GB sind aktuell ein großer Raum (Frauenkleidung), Flur (Kinderkleidung) und ein kleinerer Raum (Männerkleidung), es wurde ein Raumtausch mit einem zusätzlichen Raum geplant.

Was ungefragt blieb:

  • SK & GB sind teilweise sehr streng darin was sie annehmen
  • Beide Räume sortieren regelmäßig aus und geben was zu viel ist weiter (Rote Kreuz Laden, Hilfslieferungen, …)
  • Das raumhaltende Team von GB & SK ist 3 bzw. 2 Personen groß, ggf. gibt es zusätzliche Unterstützung. Teilweise bekommen die Menschen ihr Engagement als Gemeinschaftsstunden honoriert.
  • Von Nichtgemeinschaftsmitgliedern freut sich die SK und insb. die GB gerne über eine Spende
  • Es gibt grundsätzlich keinerlei Regelung wie viel jemand bringen/mitnehmen darf, es geht explizit nicht um einen Tausch. Viele Eltern haben mit ihren Kindern jedoch eine Regel eingeführt, dass nur ein Gegenstand mitgenommen werden darf, bzw. ein eins-zu-eins Tausch stattfinden muss.
  • Die SK wechselt ihr Sortiment regelmäßig, so gibt es immer mal wieder Specials zu Weihnachten, etc.
  • Die Selbstorganisation von DVD-Regal und Kleiderständer klappt mal besser, mal schlechter.

Von @SiebenLinden weiß ich, dass sie draußen ein Regal haben. Aber dazu können @Annika.Alex oder @felix.wolfsteller bestimmt mehr erzählen.


  1. Es wechselt zwischen einer wöchentlichen E-Mailerinnerung je Ort, dass er offen ist, und einen jeweiligen Hinweis per E-Mail, wenn der Ort ausnahmsweise geschlossen hat (jeweils an die gesamte Gemeinschaft) – ein Kalender konnte sich bisher nicht durchsetzen. ↩︎

Auf Schloss Tonndorf haben wir eine große Kleiderkammer in der auch einige andere Artikel wie Bücher, Lampen, kleinere Möbel, Spielzeug etc zum Verschenken angeboten werden.

Der Zugang ist frei, auch für Gäste.

Für die Gemeinschaft gibt es Bücher und DVDs zum ausleihen in 2 Räumen des Schlosses.

Durch die Antwort von @1705 fällt mir noch ein, am Tempelhof haben wir auf der Scheune noch ein großes Möbellager. Einige Dinge sind mit Eigentümer beschriftet, viele nicht. Hier darf man sich auch selbstorganisiert einfach bedienen (und abstellen – wobei der Zugang aus versicherungstechnischen Gründen beschränkt ist). Die Hausmeisterei versucht Ordnung zu halten.

Ich antworte mal für die Nature Community. Ich finde es aber wirklich nicht optimal wie es gerade bei uns ist und freue mich hier Inspiration zu finden…

Wir haben eine Kleiderkammer und einen Flohmarktraum.

  • Die Räume sind nur mit Generalschlüssel zugänglich, den viele feste Bewohner hier haben.
  • Wir hatten am Anfang immer für den Flohmartkraum Freitag vormittags eine Öffnungszeit. Die gibt es leider nicht mehr, dadurch steht oft einfach etwas vor den beiden Räumen (sie sind nebeneinander). Menschen mit Schlüssel bringen ihre Sachen meistens direkt rein.
  • Es gibt für den Flohmarktraum jemand der sich um Ordnung kümmert. Kleiderkammer gab es lange, da wurde die Zuständigkeit gerade abgeben. Oft kümmern sich da auch gerne Gasthelfer oder Freiwillige darum. Früher wurde regelmäßig die Kleiderkammer aussortiert und die Kleidung gespendet.
  • Für Gäste nur auf Nachfrage. Manche Events machen Verkleidungspartys und bekommen dann auf Nachfrage begleiteten Zugang. Wenn Gäste oder auch Gasthelfer sich dafür interessieren übernimmt meistens jemand von den langfristigen Bewohnern die Begleitung.
  • Beide Räume sind etwa 30 - 35 qm (schätze ich). Die Kleiderkammer ist mit Regalen und vielen Birkenästen, die von der Decke hängen eingerichtet. Die Äste sind jeweils zwei übereinander und dort hängen mit Kleiderbügel - sortiert nach Arten - die Kleidung.
    Kinder- und Babykleidung, Schuhe und Bettwäsche sind in den Regalen.

In Sieben Linden gibt es viererlei:

  • Eine 24/7 offene und sich im Freien befindene “Verschenke-Ecke”. Dinge altern darin nicht gut, da u.a. auch für Kinder zugänglich. Trotzdem eine unglaubliche Bereicherung. Ca 7 m². Wird von einem Team regelmäßig aufgeräumt und entmüllt. Gäste können sich bedienen (insbesonders für wärmere Klamotten etc praktisch), ab und zu schickt ein Gast oder befreundeter Mensch auch eine Kiste mit Krempel, die dann dort landet.
  • In unserer Speisekammer eine Ecke für Lebensmittel und Zeugs dass zu gefährlich ist für die Kinder (Drogen, Waffen, Abbildungen Mutter Gottes, oder auch schärfere Gegenstände, ätherische Öle, Süßigkeiten oder eben andere Lebensmittelprodukte). 0.8 m³ (ein Regalfach).
  • In Poppau (also 1km vor Sieben Linden, eine eigene kleine Gemeinschaft mit starker Verstrickung) eine Kinder-Kleiderkammer, von einer Hüterin sortiert. War lange nicht mehr dort, aber 20m² oder so, recht groß.
  • Unser Wertstoffhof (6m²) ist auch irgendwie relevant; das ist eine Mischung aus wohlsortiert (Netzteile, kaputte USB-Kabel, old-school-Glühbirnchen, etc), Wertstoffen (Metallteilchen, kaputte Töpfe, defekte Hardware) und Sperrmüll.

Hochwertigere (nicht-Kleidungs) Sachen werden dann eher über mail angeboten, wenn man einen funktionierenden Laptop in die Verschenke-Ecke legt gibt es halt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass man den im Sandkasten umringt von ein paar kleinen Cyberninjas wiederfindet.

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Ab und zu landen Sachen davon bei einem unserer offenen Sonntagscafés oder so auf Kinderflohmarkttischen, was ich witzig finde, solange es nicht Sachen von mir sind.

Und was mich enorm wundert ist dass die Jugend Sachen, die hier nicht gebraucht werden, nicht bei ebay vertickt. Ich weiß dass ein Mensch ab und an die Bücherrücken durchfotografiert, bei irgendeinem Service hochlädt und dann die wertvollsten dorthin verkauft (idR ein paar wenige Euro pro Kiste, glaube ich).