Viele Gemeinschaften stehen in engem Austausch mit ihren Gemeinden und Kommunen – sei es über gemeinsame Projekte, Flächen, Versorgung oder digitale Verwaltungsprozesse. Genau deshalb denke ich passt das Thema auch hier ins Forum: Denn die Frage, wie Kommunen digitale Souveränität erreichen können, betrifft uns alle unmittelbar.
Die Abhängigkeit von proprietären Software‑Anbietern wie Microsoft kann Behörden in kritische Situationen bringen – etwa wenn externe politische oder rechtliche Einflüsse plötzlich den Zugang zu wichtigen Diensten erschweren. So geschehen im Mai 2025, als Microsoft das E‑Mail‑Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs blockierte – ein alarmierender Weckruf, dass digitale Souveränität keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.
Was ist openDesk?
openDesk ist ein offener, modularer Arbeitsplatz für Behörden und Verwaltungen. Er bündelt etablierte Open-Source-Komponenten wie Nextcloud (Dateien), Collabora Online (Office), OpenProject (Projektmanagement), Element (Chat) und Jitsi (Videokonferenzen). Die Entwicklung wird vom Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) koordiniert.
Grundbedingungen und Nutzung
Betrieb: möglich im eigenen Rechenzentrum (Kubernetes-Cluster), als SaaS oder über deutsche Cloud-Infrastruktur.
Zugang für Kommunen:
über die Genossenschaft govdigital unkompliziert vergabefrei,
alternativ durch direkte Vergabe mit entsprechender Begründung.
Unterstützung: ZenDiS bietet Installation, Updates und Beratung.
Damit eignet sich openDesk nicht nur für Bundesbehörden, sondern ausdrücklich auch für Gemeinden und kleinere Kommunen, die digitale Souveränität erreichen wollen, ohne eigene Komplettlösungen aufbauen zu müssen.
Vergleich zu proprietären Lizenzen
Während Microsoft 365 oder ähnliche Angebote laufende Lizenzkosten, Abhängigkeit von internationalen Konzernen und eingeschränkte Anpassbarkeit mit sich bringen, bietet openDesk:
Da du den Vergleich ziehst, falls du tieferen Einblick in openDesk hast (ich habe damals online leider nichts dazu gefunden); Wie ist denn die Integration von Telefonie (SIP) in die Bereiche Videokonferenzen, Chat, Adressbücher, … umgesetzt?
Weil es hier passt, recht spontan heute 11:00 – 12:00
F13 erklärt: Der einfache Weg zur eigenen KI in der Verwaltung
Künstliche Intelligenz kann Verwaltungsprozesse sinnvoll unterstützen. Doch wie lässt sich das datenschutzkonform, souverän und ohne Abhängigkeit von kommerziellen Anbietern umsetzen?
Hier setzt F13 an: eine offene, modular aufgebaute KI-Assistenz, die vollständig auf eigener Infrastruktur betrieben werden kann.
Mit F13 ging im Juli das größte interföderale Open-Source-KI-Projekt auf openCode an den Start – entwickelt unter Federführung des Innovationslabors der Landesregierung Baden-Württemberg und gemeinsam konzipiert mit zahlreichen Behörden aus Bund und Ländern.
In seinem Impuls stellt Björn Beck vom InnoLab des Landes Baden-Württemberg F13 praxisnah vor: Funktionen wie Recherche, Chat oder Zusammenfassung. Er erläutert, wie Behörden F13 nutzen können und wie man sich in der F13 Open Source Community einbringen kann.
Als Alternative ist wohl auch OpenCloud (vor allem mit der geplanten Integration von E-Mail, Kalender & OpenTalk) interessant: OpenCloud (ex OwnCloud Infinite Scale)
Alternative deshalb, weil openDesk wohl aus politischen Gründen nicht mit Heinlein zusammenarbeitet - jedenfalls klang das so aus dem Q&A beim Vortrag bei den CLT raus.
Ich habe in der Roadmap (welche aktuell nicht gut gepflegt aussieht) nicht gesehen, wann das verfügbar sein soll. Für Kalender/Kontakte haben sie auf die Schnelle Radicale eingebunden.
Bei OpenTalk weiß ich offen gestanden auch nicht wie sie SIP einbinden und ob das als PBX taugt oder nur eine VideoConf-Lösung ist.